Wir laden Sie herzlich ein zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, die vom 28.02. bis 02.03.2018 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stattfindet.

 

Hochschuldidaktik als professionelle Verbindung von Forschung, Politik und Praxis

Als wissenschaftliche Disziplin, akademische Personalentwicklung und gelebte Kultur wirkt Hochschuldidaktik auf mehreren Ebenen. Auf der individuellen Ebene unterstützt sie Lehrende in der Planung, Umsetzung und Reflexion ihrer Arbeit. Institutionell gestaltet sie mit, wie etwa innovative Lehrkonzepte in die Struktur von Studiengängen sinnvoll eingebettet werden, und auf bildungspolitischer Ebene arbeitet sie beratend. Als Rahmenbedingungen wirken zugleich die Bildungspolitik und die institutionellen Veränderungen des Wissenschaftssystems, was in den letzten Jahren sowohl Dynamik als auch ein wachsendes Engagement in die Hochschuldidaktik gebracht hat. Eine Vielzahl von Forschungs- und Praxisansätzen sind entstanden, die sich allerdings überwiegend am Primat einer unmittelbar praktischen „Verwertbarkeit“ orientieren. Entwicklungen im Bereich der grundlagentheoretischen oder epistemologischen Forschung bleiben bislang dahinter zurück.

Aber wie sehen sinnvolle Bezüge zwischen der erprobten Praxis, der individuellen Erfahrung von Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie der bildungswissenschaftlichen Grundlagenforschung aus bzw. welche wären zu suchen? Wie können wir mit solchen Verbindungen die Relevanz hochschuldidaktischer Erkenntnisse, Expertise und Erfahrung auf der Ebene der Organisations- und Politikentwicklung vergrößern und sichtbar machen?

Über diese Fragestellungen wollen wir auf der dghd2018 mit Ihnen reflektieren.

Willkommen sind Beiträge, die

a) die aktuellen Entwicklungen und Interdependenzen zwischen Hochschuldidaktik/Hochschulbildungsforschung und OE/Bildungspolitik wissenschaftlich reflektieren,

b) Erkenntnisse anhand gelungener oder gescheiterter Praxis darlegen und/oder

c) individuelle Ansätze und Erfahrungen und deren Transferpotenzial erläutern.

Bitte reichen Sie auch Beiträge aus den Fachdidaktiken einzelner Disziplinen ein.

Beiträge aus und in Kooperation mit den unterschiedlichen hochschuldidaktischen Bezugsdisziplinen, welche die Vielfalt an methodischen und theoretischen Zugängen zu hochschuldidaktischen Fragen deutlich machen, sind ebenfalls möglich. Explizit möchten wir mit diesem Call Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Bezugsdisziplinen ansprechen – etwa aus dem Bereich der Bildungsphilosophie, der Lehr-Lernforschung, der Hochschul(entwicklungs)forschung, der Bildungspolitik, der Mediendidaktik, der wissenschaftlichen Personalentwicklung oder anderer wissenschaftlicher Bezugsrichtungen. 

Beitragsformate

Für die dghd2018 bestehen in bewährter Tradition verschiedene Beitragsformate, welche eher forschungsbezogenen und eher praxisorientierten Zugängen zur Hochschuldidaktik gleichermaßen gerecht werden sollen; zugleich besteht auch für die dghd2018 wieder die Wahl zwischen als Gruppeneinreichung organisierten und gemeinsam gestalteten Formaten und solchen mit individueller Einreichung und ggf. thematischer Zuordnung durch die Organisatorinnen und Organisatoren (vgl. Abbildung):

Abbildung: Beitragsformen der dghd2018

 

Vorbereitung und Einreichung als Gruppe Individuelle Einreichung (Einzel- oder Co-Autorenschaft)
Fokus auf gemeinsamer Diskussion erprobter Praxis oder neuer Entwicklungen Diskurs-
werkstatt
Workshop

Poster

Fokus auf forschungsbasiertem Erkenntnisgewinn Symposium

 

Beitrag für Impulsforum

Poster

Erläuterungen zu den Formaten:

  • Diskurswerkstatt (vergleichbar mit den auf der dghd-Tagung in Paderborn 2015 neu etablierten Disqspaces): Im Format der Diskurswerkstatt werden hochschuldidaktische Initiativen, Maßnahmen und Innovationen aus mindestens zwei, höchstens fünf Perspektiven in mehreren Einzelbeiträgen gemeinsam beleuchtet und unter Einbezug der Teilnehmenden diskutiert und hinsichtlich ihrer Gelingensbedingungen und notwendiger Implementationsschritte reflektiert. Einreichungen sind als Gruppe vorzubereiten (Mantelabstract und Abstract der Einzelbeiträge); der Schwerpunkt liegt auf einer diskursiven Auseinandersetzung über das Thema mit den Teilnehmenden; aus der Einreichung sollte erkennbar sein, wie die interaktive Beteiligung der Teilnehmenden umgesetzt und gestaltet wird; Diskurswerkstätten können entweder mit 90-minütiger oder mit 180-minütiger Dauer eingereicht werden.
  • Symposium (vergleichbar mit entsprechenden Formaten auf wissenschaftlichen Tagungen): Im Format Symposium werden bis zu drei forschungsbasierte hochschuldidaktische Beiträge präsentiert und von einer selbstgewählten Diskutantin oder einem selbstgewählten Diskutanten hinsichtlich ihrer wissenschaftlich-theoriebildenden Bedeutung kritisch beleuchtet. Symposien sind als Gruppe vorzubereiten (max. 3 Einzelbeiträge + Benennung eines Diskutanten/einer Diskutantin; Mantelabstract und Abstracts der Einzelbeiträge); der Schwerpunkt liegt auf der Präsentation wissenschaftlich-hochschuldidaktischer Erkenntnisse unter einem gemeinsamen thematischen Dach sowie der kritischen Kommentierung durch den Diskutanten/die Diskutantin. Symposien können mit 90-minütiger Dauer eingereicht werden.
  • Workshops: In Workshops werden hochschuldidaktische Projekte und neue Entwicklungen vorgestellt und mit den Teilnehmenden aktiv bearbeitet. Die Workshops umfassen jeweils 90 Minuten, die Einbindung der Teilnehmenden kann auf vielfältige Weise erfolgen.
  • Beitrag für Impulsforum: In einem 20-minütigen Einzelbeitrag (mit anschließender 10-minütiger Diskussion) werfen die Vortragenden ein Schlaglicht auf ein aktuelles Forschungsergebnis, eine innovative These, theoretische Argumente oder neue Forschungsfragen und diskutieren diese mit den Anwesenden. Beiträge für Impulsforen sind als Einzeleinreichung vorzubereiten (Abstract des Beitrags, ein*e oder mehrere Autor*innen) und werden von den Organisatorinnen und Organisatoren in jeweils 90-minütigen Slots thematisch zugeordnet.
  • Poster: Poster können sowohl zu praxisnahen als auch zu forschungsbasierten hochschuldidaktischen Interventionen und Erkenntnissen als Einzeleinreichung eingereicht werden (Abstract des Beitrags, ein*e oder mehrere Autor*innen). Sie werden von den Organisatorinnen und Organisatoren in thematischen Clustern zusammengefasst und im Rahmen einer oder mehrerer Poster-Galerien präsentiert.

Fristen und Modalitäten der Einreichung

Bitte bereiten Sie Ihre Einreichungen wie folgt vor: 

Diskurswerkstatt: Mantelabstract max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und bis zu 5 Einzelbeiträge à max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen (ohne Literaturangaben)

Symposien: Mantelabstract max 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und bis zu 4 Einzelbeiträge à max. max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen (ohne Literaturangaben)

Workshops: Abstract max. 4.500 Zeichen inkl. Leerzeichen (ohne Literaturangaben)

Beiträge für Impulsforen: Abstract max. 4.500 Zeichen inkl. Leerzeichen (ohne Literaturangaben)

Poster: Abstract 4.500 Zeichen inkl. Leerzeichen (ohne Literaturangaben)

Die Frist für die Einreichung ist der 30.09.2017 über das Conftool (wird in den nächsten Wochen freigeschaltet)

 

Keynote-Speakers:

Prof. Dr. Carolin Kreber

Prof. Dr. Torgny Roxå

 

Das Programmkomitee

Baden-Württemberg

Prof. Dr. Ines Langemeyer, Professur für Lehr-Lernforschung am Karlsruher Institut für Technologie

Astrid Werner, Geschäftsstelle der Hochschuldidaktikzentren Baden-Württemberg, Stuttgart

Katrin Klink, Hochschuldidaktik und Personalentwicklung, Karlsruher Institut für Technologie

Katrin Hess, Hochschuldidaktik, Karlsruher Institut für Technologie

Tanja Ottenbacher, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik Hohenheim, Stuttgart-Hohenheim

Rosario Pires, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik Hohenheim, Stuttgart-Hohenheim

Silke Weiß, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik, Universität Freiburg

Dr. Stephanie Müller-Otto, Leiterin des Didaktikzentrums der Hochschule für Medien, Stuttgart

Prof. Hans-Peter Voss, Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik (GHD), Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Petra Eggensperger, Universität Heidelberg, Abteilung Schlüsselkompetenzen und Hochschuldidaktik

 

DGHD-Vorstand

Dr. Antonia Scholkmann, Universität Hamburg, Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Dr. Annette Spiekermann, TUM ProLehre, Technische Universität München

 

Hamburger Zentrum für universitäre Lehren und Lernen

Prof. Dr. Gabi Reinmann

Dr. Tobias Schmohl

 

Technische Hochschule Mittelhessen, Zentrum für Qualitätsentwicklung

Prof. Silke Bock

 

Hotel-Reservierung

Eine Liste mit Hotelempfehlungen folgt in Kürze.