Um (andere) Studierende zum Diskutieren (dem Durchsprechen von Gedanken und Argumenten) mit ins Boot zu holen, sollte der Anfang eines Referats/einer Referatsausarbeitung damit beginnen, die Fragestellung eines Textes in einfachen Worten zu erklären, um sie dann in ihren verschiedenen Facetten von Argumenten und Bedeutungen (Relevanzen) zu entfalten.

Man holt niemanden ins Boot, wenn man zu Anfang Begriffe benutzt, die überhaupt erst zu erklären wären, die also überhaupt erst im Kontext der ganzen Theorie verständlich werden. Die Sprache in den einleitenden Sätzen muss einfach sein. Die Begriffe werden anschließend eingeführt, indem dargestellt wird, welche gedankliche Arbeit sie leisten (sollen). Welche Arbeit sie leisten, kann verschieden sein.

Manche Begriffe sind Klassifikationen und gehören entsprechend zu Systematisierungen von Phänomenen, empirischen Fällen etc. Andere Begriffe sind phänographisch bzw. deskriptiv; sie sollen Besonderheiten von bestimmten Phänomenen, Fällen etc. verdeutlichen. Begriffe können schließlich auch analytisch sein, d.h. sie haben die Funktion Phänomene, Fälle etc. in ihren häufig nicht unmittelbar sichtbaren Zusammenhängen, strukturellen Eigenheiten und in ihren Veränderungsprozessen zu erkennen.

Ein Referat hat die Aufgabe, den jeweiligen Stellenwert von Begriffen im Kontext der damit entwickelten Theorie zu erklären.

(C) Ines Langemeyer